Plasmaschneiden
Beim Plasmaschneiden werden die Blechtafeln auf unserem Bearbeitungstisch (3000 × 1500 mm) auf Zackenleisten aufgelegt und in den Schneidbereich eingefahren.
Wir schneiden Bauteile für unsere Kunden in Materialstärken von 1 mm bis 20 mm auf unserem Wasser-Plasmaschneidtisch, wodurch ein verzugsarmer Schnitt und eine reduzierte Wärmeeinbringung gewährleistet werden.
Anforderungen an Ihre Datei
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Die Datei muss enthalten:
Dateiformat: DXF oder DWG
Zeichnungsmaßstab: 1:1
Eine Zeichnung pro Datei
Nur Produktkonturen
Bei Gewindebohrungen: nur Kernlochdurchmesser
Volllinien
Gravuren in Gelb
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Die Datei darf nicht enthalten:
Senkungen
Fasen
Gestrichelte
LinienBiegelinien
Rahmen
Maßlinien
Schriftfelder
Beschriftungen
Gewindebohrungen (außer Kernloch)
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Schnittrillen an der Kontur
Je nach Werkstoff und Blechdicke kann die Schnittkante ein für das Plasmaschneiden typisches Rillenmuster aufweisen.
Bitte beachten Sie, dass diese
Rillen kein Reklamationsgrund sind.
Grundsätzlich gilt: Je dicker das Material, desto ausgeprägter ist das
Rillenmuster an der Schnittkante.
Gratbildung und Oberflächenqualität beim Plasmaschneiden
Gratbildung
Je nach Material und Blechdicke können beim Plasmaschneiden Grate oder ein Bart an den Schnittkanten entstehen. Auf Wunsch entfernen wir diese Grate oder den Bart für Sie durch maschinelles Entgraten oder manuell per Hand.
Beim Plasmaschneiden lassen sich Metallspritzer auf Oberflächen und Konturen nicht immer vollständig vermeiden. Diese sind fertigungsbedingt und können auf Wunsch durch Entgraten entfernt werden.
Spritzer
Beim Plasmaschneiden lassen sich Metallspritzerauf Oberflächen und Konturen nicht immer vollständig vermeiden.
Präzision bei kleinen Löchern und komplexen Formen
Kleine Löcher, Schlitze, enge Radien oder winklige Ecken stellen beim Plasmaschneiden eine besondere Herausforderung dar. Als „klein" gilt ein Loch, dessen Durchmesser kleiner ist als die Materialstärke × 1,5. Solche Schnitte sauber und maßhaltig herzustellen, ist mit herkömmlichen Anlagen schwierig – Nacharbeiten wie Reiben oder Schleifen sind zeitaufwendig und unwirtschaftlich.
Viele Betriebe investieren deshalb in hochpräzise Schneidanlagen oder teure Lasertechnik. Doch auch mit einer gut gewarteten Plasmaschneidanlage lassen sich Ergebnisse erzielen, die nahezu an Laserschnitte heranreichen – vorausgesetzt, es wird mit dem richtigen Know-how gearbeitet. Entscheidend sind eine fachgerechte Programmierung und das Verständnis der Schnittparameter.
Zylindrische Schraubenlöcher – präzise Fertigung durch CNC-Technik
Damit Schraubenlöcher exakt passen, muss ihr Durchmesser oben und unten möglichst gleich sein. Ein Schlüsselfaktor ist hierbei die Schnittgeschwindigkeit:
- Bei linearen Schnitten kann mit voller Geschwindigkeit gearbeitet werden.
- Bei kreisförmigen Schnitten hingegen muss der Brenner langsamer geführt werden, da der Plasmalichtbogen nicht senkrecht, sondern leicht versetzt auf das Material trifft.
Unsere modernen CNC-Anlagen berücksichtigen dieses Verhalten automatisch durch spezielle Algorithmen, die Geschwindigkeit, Radius und Brennerbewegung anpassen. Zusätzlich können Programmierer oder Bediener die Geschwindigkeit manuell optimieren, um die Zylindrizität der Löcher zu verbessern. So werden Schraubenlöcher passgenau und stabil gefertigt.
Bearbeitungsspuren und Sichtseite bei Blechzuschnitten
Beim Plasmaschneiden werden die Blechtafeln auf unserem Bearbeitungstisch (3000 × 1500 mm) auf Zackenleisten aufgelegt und in den Schneidbereich eingefahren. Durch dieses fertigungstechnische Verfahren können auf der Unterseite der Bleche leichte Kratzer oder Bearbeitungsspuren entstehen. Diese sind prozessbedingt und technisch nicht vollständig vermeidbar.
Solche unterseitigen Spuren stellen keinen Reklamationsgrund dar.
Wir empfehlen daher, bei der Bestellung ausdrücklich die gewünschte Gut- bzw. Sichtseite Ihrer Bauteile anzugeben. Die Verschachtelung und Ausrichtung der Teile erfolgt dann entsprechend, sodass sichtrelevante Flächen bestmöglich geschützt werden.